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Giftige Gräser für PferdeAuf einem Seminar hörten wir Frau Dr. Vanselow mit einem Vortrag über giftige Gräser. Uns erscheint das Thema so wichtig, dass wir es „kurz und knackig“ an Euch weitergeben wollen. Es geht um die Gesundheit unserer Pferde! Neben der allseits bekannten Fruktanproblematik gibt es noch einen weiteren Faktor der unsere Weiden giftig macht.
Giftstoffe in Gräsern!Gräser gehen „Lebensgemeinschaften“ mit sogenannten Endophyten (Pilze) ein. Diese Endophyten leben IN der Pflanze (nicht darauf!) in einer symbiotischen Gemeinschaft. Die Endophyten helfen der Pflanze in schwierigen Lebenslagen also z.B. bei Dürre, gegen Pestizide, gegen zu starken Verbiss, gegen zu kaltes Wetter etc. Das heißt salopp gesagt: je mehr Schwierigkeiten die Pflanze hat, desto aktiver wird der Endophyt. Dieser Endophyt kann unter umständen für Pferde giftig sein! Nicht jeder Endophyt ist giftig, aber einige. Was heißt das nun für uns? Das heißt: wenn unsere Gräser gestresst werden, werden sie giftig! Streß heißt: zu starke Beweidung („da ist nichts mehr drauf“ „das Gras ist ja schon so kurz, da ist gar nichts mehr drin“ „Diätweide“), zu starke Trittbelastung (Winterweide, Sumpfweide, zu viele Pferde auf zu kleiner Fläche...), zu wenig Düngung (!!„Ökoweide“!!) und der Auslauf, auf dem immer noch „ein bißchen was“ wächst. Damit hier keine Missverständnisse entstehen: die Gräser sind nicht IMMER so giftig und nicht ALLE. Aber wenn die Wetterlage ungünstig ist und die Beweidung zu diesem Zeitpunkt zu stark, DANN werden einige Gräser giftig. So erklärt sich, warum Pferde jahrelang auf derselben Weide stehen ohne Probleme zu haben und dann plötzlich krank werden! Wir wissen, dass das FAST ALLE Pferde in unserem Kundenkreis betrifft. Was könnt Ihr also tun? Bitte vor allem eines: Weitersagen!! Wir sollten bekannt machen, dass das so ist, damit sich langfristig etwas ändern kann. Langfristig muß insgesamt daran gearbeitet werden, dass die Koppeln "entstresst" werden und dass mit giftfreien Gräsern gearbeitet wird. Dies wird nicht nur viele Jahre dauern. Die weniger auf Widerstandskraft gezüchteten Gräser sind auch empfindlicher, dürfen also nicht so rücksichtslos übernutzt werden. Wir werden unsere Beweidung dem anpassen müssen - oder mit giftigen Gräsern und dem dazugehörigen Risiko leben müssen. Es wird nur etwas passieren, wenn wir - die Pferdebesitzer - Druck ausüben auf die Verantwortlichen - Saatguthersteller und Stallbetreiber! In den USA sind Analysen auf Gifte in Druschheu aus der Saatgutproduktion für den (Futter-) Export seit langem gesetzlich vorgeschrieben. Aus gutem Grunde! Hierzulande gibt es bisher kein Labor, bei dem der Pferdebesitzer Gras, Heulage, Heu oder Grünmehl sowie grünmehlhaltiges Kraftfutter auf diese Gifte untersuchen lassen kann. Wenn aber viele Nachfragen kommen wird sich jemand finden, der das anbietet!" Den Pferden zuliebe... Übrigens wer denkt endophytenfreies Saatgut wäre die Lösung... dies ist keine gute Alternative, denn: Besser: Wer mehr über Frau Dr. Vanselow erfahren möchte, oder Kontakt zu ihr aufnehmen möchte (sie macht auch Grünlandberatung) kann dies über ihre Internetseite: www.biologie-der-pferde.de Hier gibt es von Frau Dr. Vanselow noch einen weiteren Artikel zum Thema Giftige Gräser.
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