Heilungsverlauf mittlerer Kapselbruch
Falldoku: Haflingerwallach mit mittleren Kapselbrüchen an beiden Vorderhufen. Das Pferd war und ist völlig lahmfrei, lebt im Offenstall und wird täglich geritten oder gefahren. Durch Bearbeitung eines Schmiedes wurden die Risse in der Mitte „schwebend“ geraspelt. Die Folge war, dass sich die langen Seitenwände durch den Gegendruck vom Boden nach Außen verbogen haben und die Spannung im Bereich der Risse weiter zugenommen hat. Der Huf ist quasi dabei, sich in zwei Hälften zu teilen. Die Risse gehen von unten nach oben bis zum Kronrand.
Vorderhuf vor der ersten Bearbeitung. Hier gilt es, krankhafte Spannungsverhältnisse durch naturnahe Hufpflege weitest gehend zu beseitigen, um die Situation zu stabilisieren.
Sohlenansicht vor der ersten Bearbeitung. Die weiße Linie ist im Bereich der Seitenwände stark gezerrt. Die Hufwand hebelt, der Huf zeigt ein schwaches Strahlpolster.
Nach vier Monaten hat sich der Zustand wesentlich verbessert. Es sind immer noch Wandverbiegungen zu erkennen, die es noch zu beheben gilt. Die Risse wachsen heraus.
Sohlenansicht nach vier Monaten. Der Ballen ist „entspannter“, der Trachtenplatz liegt weiter hinten und die weiße Linie ist fast geschlossen. Der Huf ist noch nicht rund genug.
Das Strahlpolster ist deutlich dicker geworden. Die Bearbeitungsintervalle lagen bei 4 Wochen. Die Besitzerin hat jede Woche nachgeraspelt um die Rundung zu erhalten und ihr Pferd weiterhin geritten oder gefahren.



