Hufmechanismus

 

 

Wie im Text über die Huffunktionen schon erwähnt, wird das Spreizen und anschließende Zusammenziehen der Kapsel als Hufmechanismus bezeichnet. Durch die Verformung der Hufkapsel werden Teile der Lederhaut zusammengedrückt und andere auseinandergezogen, wodurch der Blutumtrieb massiv gefördert und das Herz- Kreislaufsystem wesentlich unterstützt wird. Bei jedem Schritt findet Blutumtrieb von einem Viertel Schnapsglas pro Huf statt. Das Pferd hat ab dem Sprung- bzw. Karpalgelenk abwärts keine Muskulatur mehr, die den Blutumtrieb unterstützt. So hat die Natur dem Pferd mit den Hufen vier "Zusatzherzen" verliehen. Ein deutlicher Hinweis auf einen nicht funktionstüchtigen Hufmechanismus und Herzüberlastung ist gegeben, wenn Pferde eine lange Aufwärmphase benötigen, um in Schwung zu kommen, oder schlapp und matt wirken. Auch die typischen dicken Beine nach langer Stehzeit sind ein Zeichen dafür. Aber nicht nur das Organ Herz kann durch einen nicht funktionierenden Hufmechanismus Schäden durch dauerhafte Überlastung davon tragen, sondern auch Leber, Nieren und Haut.

 

Hufmechanismus: Darstellung schematisch

Hufmechanismus: Darstellung schematisch
© Peter Speckmaier

Hufmechanismus: Darstellung mit echtem Huf auf Plexiglasscheibe

Hufmechanismus: Darstellung mit echtem Huf auf Plexiglasscheibe
© Peter Speckmaier

 

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Stoffwechsel