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Hufrehe - Huflederhautentzündung
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Das Wort "Hufrehe" allein jagt schon vielen Pferdebesitzern einen Schauer über den Rücken. Es bezeichnet eine generalisierte Huflederhautentzündung. Von chronischer Hufrehe spricht man, wenn die Lederhautentzündung mit einem rotierten, separierten oder gesunkenen Hufbein einhergeht, sich die Krankheit wiederholt und/ oder von Mal zu Mal schlimmer wird. Im akuten Fall kann man jedoch Glück haben und noch keine Separation vorfinden, dann ist die Lederhaut lediglich sehr stark entzündet.
Es gibt viele Auslöser für eine Huflederhautentzündung (übermäßige ungewohnte Belastung, Stoffwechsel-veränderungen durch wechselndes Futter, Anweiden, Vergiftung, etc.). Bei einem gesunden Huf mit kräftiger Sohle und Strahl kann eine Huflederhautentzündung bei physiologischer Hufpflege ausheilen (in ca. 2 Wochen, wenn die Ursache beseitigt wurde). Sohle und Strahl tragen dann kurzfristig das Gewicht des Hufbeins alleine, während die Lamellenschicht sich erholen kann. Bei zu steilen, schiefen oder geschwächten Hufen ist das aber nicht möglich und es kommt nicht nur zur Hufbeinseparation (d.h. die Hufwand löst sich vom Hufbein), sondern auch zur Hufbeinrotation oder senkung (d.h. der Knochen dreht sich in der Kapsel oder sinkt nach unten).
Der Grund dafür, dass die meisten „Hufrehe-Pferde“ immer wieder so stark gefährdet sind und erneut erkranken, liegt darin, dass die Hufbeinrotation nicht behandelt wird. Die Schulmediziner halten eine Hufbeinrotation für einen Vorgang, der sich nicht rückgängig machen lässt. Sie versuchen, durch „Entlastung der Beugesehne“ (steiler stellen) eine weitere Rotation zu verhindern. Die Erhöhung der Trachten bewirkt aber eine noch größere Überlastung der Lamellenschicht im Zehenbereich. Der Effekt der schulmedizinischen Behandlung - welcher Art sie auch sein mag (Beschlag, Gips, Kissen o.ä.) - liegt einzig und allein darin, den Hufmechanismus und somit auch die Durchblutung im Huf zu minimieren, wodurch zum Einen eine Schmerzlinderung und zum Anderen aber auch eine Entzündungseindämmung erreicht wird. Außerdem wird die Hufsituation künstlich stabilisiert, so dass der Knochen nicht weiter „abrutschen“ kann, was aber nur Schadensbegrenzung und keine Heilung bedeutet. Das Pferd bleibt daher weiterhin stark rehegefährdet - bis zum nächsten Auslöser.
Unser Weg ist ein anderer. Wenn wir zu einem Rehe-Fall gerufen werden, egal ob dieser akut oder chronisch ist, versuchen wir durch korrekte Hufpflege, wie bei allen Pferden, die gesunde Naturform des Hufes wieder herzustellen. Das geht nicht von jetzt auf gleich. Es benötigt mindestens ein Jahr Heilungszeit. Unter Umständen auch länger, je nachdem, wie gravierend die Vorschädigung ist. Vorher ist es allerdings unbedingt notwendig, die Ursache für die Hufrehe zu finden und abzustellen, da die Hufpflege alleine keinen Erfolg bringt.
Wer Näheres dazu wissen möchte, wie die Heilung genau funktioniert, findet weitere Informationen unter dem Punkt Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung.
Isi-Seniorin mit Hufrehe, von der Schulmedizin aufgrund schlechter Heilungschancen im hohen Alter aufgegeben. Eine unphysiologische Hufform inklusive Stoffwechselveränderung führten zu der Erkrankung. Die Stute hatte große Schmerzen und verbrachte viele Stunden im Liegen. Schmerzmittel wären kontraproduktiv gewesen, da der Stoffwechsel zu instabil war. Die erste Hufpflege gestaltete sich als besonders schwierig, da das Pferd kaum stehen konnte, geschweige denn auf weniger als vier Beinen. Zur Heilungsunterstützung bekam die Stute Homöopathie. Als der Wille, wieder gesund zu werden, aufflammte, begann sie sich vorsichtig zu bewegen. Die Schmerzen verschwanden mit der akuten Lederhautentzündung. Eine stabile und gesunde Hufbeinaufhängung konnte nachwachsen.
Nach erster Behandlung
Drei Monate später
Sechs Monate später
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