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Gästebuch 2011

Regula Beetschen am 01.12.2011, 03:54 Uhr aus Grande Prairie,Alberta, Kanada
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Wertes Naturhufpflegeteam
Ich kann euch gar nicht sagen wie Begeistert ich bin,eure Website gefunden zu haben!
Ich bin per Zufall darauf gekommen da ich die deutsche Formulierung fuer Strahlbein-Erkrankung gesucht und gefunden habe.Bei euch.
Ich bin seit bald einem Jahr eine begeisterte Barefoot-trimmerin und ich wuerde NIE MEHR zurueckgehen zum Konventionellen Trimm!
Hier wo ich wohne, ist es leider so, vielleicht mehr aus "traditionellen" Gruenden, dass der Konventionelle Hufschmid das Barefood trimming runter macht."Ein richtiges Pferd muss Beschlagen werden,vor allem im Rodeo-Sportbereich!"
Wie Schade,dass viele Pferdebesitzer aus egoistischen Gruenden handeln und nicht im Interesse ihrer Pferde!!
Viele Begreiffen gar nicht, dass hunderte von Dollars gespart werden koennten an Tieraerzten oder Chiroprakters,da doch der Grund zu Unbehagen und Schmerzen unten bei den Hufen liegt!
Ich selber habe hier auf meiner Farm eine kleines Wunder erlebt:
Eines meiner Quarterhorses ist Sicklehocked,dass heisst, die Hinterbeine sind krumm,so dass bei jedem Schritt das Pferd die Hufe aus der Huefte nach innen dreht! Kein sehr schoener Anblick! Laut meinem Hufschmid den ich damals hatte,ist das Angeboren und da ist nix zu machen!
Als ich dann letzten Winter selber angefangen habe zu Trimmen, Barefoot style,habe ich mir sicher nicht viel dabei gedacht.
Wie aber habe ich mich gewundert, dass meine guter alter "Buddy" auf einmal die Hufe nicht mehr nach innen verdreht!! Er laueft nun gerade! Klar,die krummen Beine sind geblieben!!
Der Naturhuftrimm,oder Barefood-trim ist extrem "Shapeshifting",was heisst,dass wir mit diesem Trim dem Pferd die natuerliche Haltung zurueckgeben koennen.Ja es kann manchmal vorkommen,dass ein Pferd nach einer solchen gewaltigen Veraenderung ein bischen Muskelkater kriegen kann, darum ziehe ich vor,dass ich beim ersten mal einen Basis-trim mache und nach zwei Wochen den vollen Trimm,auch aus dem Grund weil die Ballen oft zusamengequetscht sind,so muss man vorsichtig sein wenn man den ueberlangen Zeh kuerzen muss.
Auch habe ich selber gesehen wie der Strahl richtig aus dem Huf gepoppt ist nachdem er wieder genuegend druchblutung erhalten hat.(Free the Frog...befrei den Strahl!)
Nun,der eigentliche Grund weil ich mich in euer Gaestebuch eingeschrieben habe,ich bin total happy gleichgesinnte Naturhufpfleger in Uebersee gefunden zu haben.
Mit freundlichen Gruessen,
eine Schweizerin aus Kanada,
Regula
"Keep it natural for the natural horse!"
Veronika Danzer - La Fortune am 24.11.2011, 18:08 Uhr aus Tobago
E-Mail Homepage
Dear Horse & Hoof specialists!
Greetings from Trinidad & Tobago.
We are here in Tobago ...taking care of rescue Horses, & sharing our passion with Kids with special NEEDS.
www.healing-with-horses.com
& www.being-with-horses.com
All our horses are bareFEET ´ones ...most of them are TB (ex- racers) We are looking for somebody who would like to give a seminar in HOOF CARE...as we have no farrier on the ISland.
What do you think?!
Keep us posted...
Thank you in advance
With Joy & SUNSHINE!
Veronika Danzer - La Fortune
Sabine am 11.11.2011, 15:26 Uhr
ein großes Lob für eure Seite! Einfach TOP! ich verschicke sie sooft es geht , grad zum Thema Hufbeschlag! Eure Seite ist eine Bereicherung für die Pferde und Reiterwelt. Eine solch höchstinformative Seite ist sehr selten - Macht weiter so :-)
Sieglinde am 05.11.2011, 16:46 Uhr aus Ergoldsbach in Niederbayern
Hallo,
tolle Seite mit sehr viel Informationen die man auch weiter empfehlen kann!
Habe auch viele Bestätigungen in meiner denkweise vom Huf bis hin zur Wirbelsäule
gefunden.DANE!
Liebe Grüße aus Niederbayern
Sieglinde
Alexandra am 30.10.2011, 20:50 Uhr aus Saarland
E-Mail
Wollte mich bedanken für die schnelle und nette Hilfe die man hier auch persönlich per Kontaktmail bekommt.

Ihr habt eine super informative Page,sehe hier immer wieder rein und "bilde" mich weiter. Danke und macht weiter so.
Alexandra
Eliza am 28.08.2011, 19:16 Uhr aus HDacYqlCeq
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Yup, that'll do it. You have my apprceitaion.
Nicole am 26.06.2011, 13:43 Uhr aus Königswalde
Habe mich heute sehr intensiv mit Sehnenproblemen und deren Zusammenhängen beschäftigt und bin dadurch auch auf diese Seite gestoßen. Ich habe auf viele Fragen Antworten bekommen und möchte danke sagen. Sehr informationsreich, umfassend und logisch. Also danke nochmal.
Tanja und Naomi am 12.06.2011, 22:06 Uhr
Hallo,
ich möchte wieder ein Update meines schweren Mädchens reinreichen.
Wir sind so glücklich.
Naomi ist Friese-Schleswiger-Mix (sehr gelungen), am 7. Mai volljährig geworden und seit etwas über zwei Jahren bei mir. Sie hat vorne beidseitig schwere Schale, und ich habe sie als vollkommen lahmes Gnadenbrotpferd gekauft.
Lioba Jung kümmert sich rührend um die Füße meines Mädchens.
Naomi kann - zum ersten Mal seit Jahren - galoppieren, buckeln, rennen und sogar auf dem Punkt wie ein Brummkreisel drehen. Und sie freut sich so offensichtlich über diese Bewegungsfähigkeit und läßt sich zu gerne vorführen. Die leuchtenden Augen sagen alles: Sie ist wieder Pferd, sie ist zum ersten Mal seit Jahren schmerzfrei. Lioba wird jedes Mal herzlichst und liebevoll begrüßt. Naomi ist ja nicht blöd, sie hat den Zusammenhang zwischen Hufpflege und Schmerzfreiheit genau verstanden.
Iren Altmann am 10.05.2011, 09:46 Uhr aus freiburg
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Hallo an meine Kollegen,

nach dem hervorragenden Vortrag der Studienergebnisse von Brian Hampson auf der Huftagung der DHG im Mai, und dem Vertreten seiner Meinung auf Eurer Seite, die auch beinhaltet, dass die Mustangroll einen extrem belasteten Huf aufzeigt und auch, dass zu 90% in diesen Hufen Rehe zu finden ist! interessiert es mich, ob Ihr nun Eure Bearbeitung diesen fundierten Forschungsergebnissen anpasst und wenn ja, wie? Es sind ja nur Forschungen über Wildpferde gemacht worden und er hat ganz klar gesagt, dass er zu domestizierten Pferden keine Statements machen kann.

lieben Gruß Iren Altmann

Antwort:
Hallo Iren,

wir hatten am Wochenende zuvor wiederholt ebenfalls einen ganzen Seminiartag mit Brian, denn auch mich haben die Fragen nach der Intensität der Mustangroll und die Frage nach dem Wandüberstand - wieviel ist zu viel und wieviel ist zu wenig - sehr beschäftigt. Am Montag hatte ich das Glück, dass wir den ganzen Tag zusammen Hufe gemacht haben. Sehr interessant fand ich, dass wir nicht ein Pferd dabei hatten, dass für Brian keine Anzeichen für eine ernährungsbedingte Schwächung des Hufbeinträgers gezeigt hat. Und das waren für mich alles gewöhnliche, "unauffällige" Hufe, mit einem mitlerweile geraden Wandverlauf, kurzer Zehe, gescheiter Solhenwölbung und einer für "deutsche Verhältnisse" zu 95% intakten weißen Linie. Ich habe ihn gefragt, welche Art der Hufzubereitung für ihn die schonenste und gesündeste ist und er meinte darauf hin Pete Ramey`s. Ich denke es ist wichtig zu verstehen, dass es einen riesigen Unterschied zwischen einem Erhaltungstrimm bei "gesunden/ funktionalen" Hufen und einem Reha-Trimm bei erkrankten Hufen gibt. Sowie man darauf achten sollte, dass die Sohle nicht grundlos aktiv Last trägt, denn es gibt einen riesigen Unterschied zwischen einer aggressiven Mustangroll und dem Berunden des Tragerandes. Die Mustangroll die Brian in seinen Vorträgen bei den erkrankten Pferden gezeigt hat, ging ringsherum von der weißen Linie angefangen stark gerollt die Wand hinauf, womit das Pferd quasi ringsherum die volle Last auf der Sohle hatte. Für mich bleibt immer noch die Frage offen, in wie weit die vorgefundenen Pathologien der hohen km-Leistung auf hartem Boden zuzuschreiben sind oder der permanenten Last auf der Sohle, oder einfach Beidem/ der Kombination daraus. Denn, ersterem sind unsere domestizierten Pferde wohl eher selten ausgesetzt. So ist das Bestreben unseres gesundehufe-Teams auf alle Fälle die neusten Forschungen in unsere Hufbearbeitung mit einzubeziehen, uns permanent zu verbessern und vor allem nicht vor neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verschließen.
Ich bin ebenfalls sehr gespannt auf die Reaktion der DHG auf Brian`s Studie, über die weitaus größere Toleranz des Gelenkspielraumes, die z.B. bei Stellungsveränderugen hilfreich sein könnte.

Liebe Grüße
Caro Liebner
Alex Frank am 04.05.2011, 06:27 Uhr aus Saarland
Hallo, eine wirklich tolle,informative Seite. Hab hier viel dazugelernt.
Dank Euch und viel Erfolg

Alexandra
Bianca Sperber am 14.02.2011, 21:01 Uhr aus Mülheim a. d. Ruhr
Hallo liebe Pferdefreunde?
Ich habe einen 12 Jahre alten Appi, der echt mein ganz großer Schatz ist!! Ich habe ihn mit einem halben Jahr gekauft und es hat nicht lang gedauert, da hat man mir angeraten in beschlagen zu lassen. Das war wahrscheinlich die größte Fehlentscheidung meines Lebens. Nun gut die Jahre gingen ins Land, mit den Hufen hatte ich zunächst weniger schlimme Erfahrungen gemacht, leider war meine Appi wohl zunächst ein „Montags-Appi“ - bitte nicht falsch verstehen, wir haben viele Höhen und Tiefen gehabt und ich möchte ihn im Leben nicht mehr umtauschen!!. Begleitet von Krankheiten, die ich mal als Kinderkrankheiten bezeichnen möchte, kam noch einiges auf uns zu. V. a. Ataxie, wir mussten in Klinik, wurden kompl. durchgeröngt. Diese bestätigte sich Gott sei dank nicht, sondern es war eine Rückenmarksreizung, laut dem behandelten Arzt, mein Kleiner musste eine Woche in der Klinik bleiben und kam an den Tropf. Es folgt ein Bänderanriss mit V. a. Fissur, es war nur ein Bänderanriss, aber auch dieser musste ausheilen. Nun kam er endlich wieder raus, leider trat ihm ein Pferd genau vorne vor das Vorderfußwurzelgelenk, mit Anschwellung des Schleimbeutels. Sein Gelenk hatte die Größe eines Kinderballes. Natürlich ist mein Pony, nach der Genesung noch mal drauf gefallen, aber auch das haben wir wieder hinbekommen. Es kam eine Phase der Ruhe, in der ich mich dazu entschied, das ein Jährling, der soviel mitgemacht hat, ein Jahr auf die Wiese gehört. Er entwickelte sich super!! Endlich war er dann wieder zurück und dann kam´s dicke! Es folgte auf einmal aus unerklärlichen Gründen ein Kreutzverschlag, der sich von den Muskelwerten her gewaschen hatte, anbei bemerkte mein Tierarzt erhöhte Leberwerte, die innerhalb des nächsten halben Jahres immer mehr stiegen, wir waren monatl. In der Klinik, keiner konnte uns helfen. Da die Leber das Entgiftungsorgan des Körpers ist, war es schwer festzustellen, woran es liegt, einen direkt Hinweis in seinem Umfeld konnte man zunächst nicht finden. ich habe dann den Stall gewechselt und die Werte haben sich innerhalb von 4 Wochen halbiert!!!! Es kam dann langsam dazu, das wir Zusammen arbeiten konnte, nicht an unseren Sorgenfalten, sondern an seiner Ausbildung und mein Appi hatte Spaß am arbeiten auf dem Platz! Nun stehen wir in einer Offenstallhaltung , seid 3 Jahren haben wir nichts mehr, nur….. schlechte Hufe mit Eisen!! Aufgrund seiner ganzen Laufbahn hat er keine guten Hufe und helle noch dazu. Im Sommer gingen uns regelmäßig die Eisen fliegen, dann ging mein Appi mit so Schmerzen über den Hof, ich dachte, man hat sein Bein amputiert, Ich habe meine Schmied immer mal gefragt, ob es nicht besser wäre die Eisen abzunehmen. Es lachte mich nur aus und meinte, dass mein Pferd das nicht überleben würde. Nach seiner Vorgeschichte (deshalb habe ich sie euch erzählt), hatte ich nicht den nötigen Mut, dies umzusetzen, wenn ein Mann vom Fach mir so eine Antwort gibt. Durch ein Ereignis, bekam ich ein Vertreter und der meinte dann - nachdem das 4. mal in 4 Wochen immer dasselbe Eisen abriss und wir auch schon mit künstlichem Horn und Platte für die gereizte Lederhaut unterwegs waren – ein Appi sollten man am besten ohne Eisen laufen lassen. Ich dachte, ich kipp um. Das dachte mein Appi allerdings auch, als wir nach und nach, erst vorne, dann hinten, die Eisen abnahmen. Es war für mich der totale Horror und für mein Pferd bestimmt erst recht. Gott sei dank konnte er 24 Stunden auf der Wiese bleiben und so laufen wir er wollte, dort ging es auch recht gut, auf Asphalt allerdings nicht, also blieb er draußen. Es kam der Winter und wir mussten runter von der Wiese und es ging fast nichts mehr!! Er autschte sich so über den Hof, es tat mir in der Seele weh. Natürlich kamen die Leute zu mir und meinten, da würde ich aber mal den Tierarzt holen, selbst Leute die Let noch nie gesehen haben. Natürlich wurde ich dann auch komisch angeschaut, als ich meinte, dass eine Hufpflegerin kommt. Durch eine Freundin, kam ich auf Ariane!! Vielen Dank lieber Gott, für die Gabe dieser Frau!!
Ariane hat sich viel Zeit genommen und nicht viel machen können, da wir nicht viel Substanz hatten. Es vergingen 3 Tage und mein Pony fing an lockerer zu laufen, ich dachte mir, ich bilde mir das nur ein……wieder 2 Tage später viel es sogar anderen Leuten auf ?, sollte es stimmen, darf ich es glauben?!!! Es wurde zusehends Tag für Tag besser, ich überschüttet Ariane mit meiner Freude und Informationen und freute mich auf den nächsten Termin. Ariane betrachtet aber nicht nur die Hufe, sonder sieht das Bild im ganzen. Sie riet mir noch zu ein paar sinnvollen Sachen, damit sein Stoffwechsel etwas in Schwung kommt nach der Lebererkrankung und das Horn sich somit auch bessert. Wir waren uns sicher, mein Pferd braucht trotzdem Hufschuhe, zumindest vorne. Leider waren diese nicht Lieferbar – oder soll ich sagen – Gott sei dank ? Seine Huf veränderten sich, sein ganzes Wesen wurde lockerer im Gang, kurz vor dem 2. Termin dachte ich, jetzt bin ich „Größenwahnsinnig“, denn ich war der Meinung – wir brauchen kein Schuhe! Diese Entscheidung wollte ich aber Ariane überlassen. Sie bestätigte mir die Idee ? . Wir arbeiten wieder regelmäßig, auf dem Platz, ins Gelände gehen wir nur 1-2 mal die Woche, allerdings kleine Runden, da wir kaum Reitwege haben und daher auf Asphalt unterwegs sind. Nach dem 2. Termin habe ich das Gefühl, dass der Huf sich jeden Tag besser verhält und sich entwickelt, es ist unbeschreiblich!! Bitte habt keine Angst dieses Projekt in Angriff zu nehmen, mit dem, oder richtigen Hufpflegerin an eurer Seite, schafft ihr das und euer Pony!!! LG Bianca
Kerstin am 13.01.2011, 02:41 Uhr
Meine Stute, 15 Jahre alt, seit 10 Jahren einen angeblich notwendigen, orthopädischen Beschlag.
Wie ich jetzt erst weiß, hat sie scheinbar einen zu oft vorkommenden Leidensweg gehabt, als Fohlen schon Trachtenzwang, zu lange Zehe, also wurde herkömmlich dagegen gearbeitet.
Der Beschlag musste angeblich sehr früh drauf, eben wegen des Trachtenzwanges, hinterher hiess es dann , dass sie halt keine Trachten hat, bzw. diese nicht nachwachsen, dadurch die Stellung im Fesselgelenk zu "durchhängend" wird.
Also Beschlag drunter.
Zuerst hatte sie einen einfach Beschlag. Dieser wurde dann mit den Jahren aufgerüstet, erst durch einen Beschlag mit einem Steg hinten an den Eisen.
Der Steg reichte dann irgendwann auch nicht mehr, also wurde weiter aufgerüstet, Beschlag mit Eisen, Polstern und Platte.
Zwischendurch immer mal wieder wenn das Pferd verletzt war, oder wenn längere Ruhephasen eigeplant waren, hatte ich schonmal den Versuch unternommen, die Eisen abnehmen zu lassen.
Das Resultat war, dass nach spätestens drei Tagen mein Pferd stocklahm in der Box stand mit einer Huflederhautentzündung.
Im letzten Jahr hatte ich das Problem, dass mein Pferd trotz des Beschlages ständig unerklärlich lahm war, bzw. trotz Platten Hufgeschwüre hatte, meistens kurz nach dem Beschlagen.
Also habe ich nächtelang nachgelesen und mich ein wenig schlau gemacht. Auch auf dieser Seite hier.
Nun ja, als ich mich endlich entschlossen hatte, das Abenteuer Barhuf in Angriff zu nehmen, stand immer noch die Frage im Raum mit welchem Hufpfleger?
Entschieden habe ich mich dann für Ariane Reaves, erstens, weil ich sie entfernt aus der Westernreiterszene kannte und zweitens, weil sie mittlerweile Hufpflege gelernt hatte.
Ich kann nur sagen, ich habe bis heute nicht einen Tag diese Entscheidung bereut!
Ariane war auf das Schlimmste vorbereitet, weil ich ihr die Vorgeschichte erzählt habe, also hatten wir zum ersten Termin zur Sicherheit Hufschuhe parat.
Was soll ich sagen? :-) Eisen ab vom Schmied, oder Eisen ab vom Hufpfleger kann man garnicht vergleichen.
Nun ja, Ariane hat die Eisen abgenommen, die Hufe bearbeitet, mich sehr gut aufgeklärt und beraten und Pferdie brauchte keine Hufschuhe.
Obwohl die Hufe wirklich schlimm waren und auch immer noch sind, ist das für mich immer noch unfassbar, dass mein Pferd endlich nach so langen Jahren ohne Eisen und Platten und Polster läuft und sich total verändert hat seit der Eisenabnahme.
Wir sind noch lange nicht am Ende des Weges und niemand kann sagen, wohin der Weg führt, ob wir im Gelände auch ohne Hufschuhe reiten können, oder nicht, aber es ist jeden Tag immer wieder faszinierend, wie mein Pferd, bzw. der Huf sich grad umbaut, sich selber hilft, mit unserer Hilfe.
Die erste Zeit war die Hölle für mich, wegen meinen Sorgen, wenn was wegbricht, zu weit wegbricht, usw usw.
Aber wie in ganz vielen Berichten steht und wie auch Ariane mir sagte, die ersten Wochen muss man halt über so Sachen hinwegsehen und durchhalten.
Man wird auch oft als Exot angeschaut, oder es wird getuschelt, wenn man auf einmal gegen den Strom schwimmt und die Eisen einfach abmacht, aber es lohnt sich!
Wenn es meinem Pferd besser geht, dann sollen die Leute doch reden, wie sie wollen, das wird immer und überall in jeder Beziehung so sein, wenn man neue Wege beschreitet.
Ich freue mich, dass mein Pferd keine Schmerzen mehr beim Beschlagen hat (die hatte sie in der letzten Zeit immer) dass sie ohne Eisen laufen kann, dass ich sehen kann, wie sich der Huf umbaut und vor allem, dass meine Stute sich wieder benimmt, als wäre sie grad drei! :-)
Dass das Projekt Barhuf eine längere Angelegenheit wird, war mir von Anfang an klar und mein Pferd bekommt jede Zeit der Welt, aber ich hatte bis jetzt nur Fortschritte nach der Umstellung. Rückschläge hatte ich eingerechnet, bzw hatte mich darauf eingestellt, aber bis jetzt, toi, toi toi...
Wie Ariane immer so schön sagt, das sind immer noch Flunken und noch keine Hufe :-)
Ich kann nur allen Leuten raten, diesen Weg zu versuchen, weil zu verlieren hat man nichts, ganz im Gegenteil!
Margrit Baumgärtner am 04.01.2011, 16:44 Uhr aus Raum Stuttgart
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Hallo,
bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und bin sehr gerührt beim Lesen der verschiedenen Hufprobleme, Krankheiten und der Behandlungsmöglichkeiten. Ich wünsche alles Gute für diese wertvolle Arbeit und viel Erfolg für 2011 !
Margrit Baumgärtner
("Im Takt der Hufe"-Pferdepoesie)